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Sozialcurriculum

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Besondere Bedeutung kommt in Klasse 5 dem Sozialen Lernen zu. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler zuerst einmal als Klasse zusammenwachsen, lernen, sich im Schulhaus zurechtzufinden und sich mit den allgemeinen Regeln des Zusammenarbeitens und Zusammenlebens vertraut machen. Hierfür wurde das Konzept „Bei STOPP ist Schluss“ als gemeinsame Basis und Orientierungshilfe für Schüler, Eltern und Lehrer eingeführt. Dieses Konzept basiert auf vier klaren Regeln mit jeweiligem Belohnungssystem bzw. vorgegebenen Konsequenzen: Ich habe meine Hausaufgaben dabei. Ich habe die erforderlichen Materialien vor Unterrichtsbeginn auf dem Tisch.
Ich störe den Unterricht nicht.
Bei „STOPP“ ist Schluss.
Bei dieser Äußerung („STOPP“) kann durch die zuvor abgesprochene Regel, den anderen signalisiert werden, dass ein Schüler seine Persönlichkeitsrechte schützen möchte und diese damit auch durchsetzen kann.
Neben diesem Kernkonzept werden in allen Klassenstufen immer wieder Bausteine zum sozialen Lernen angeboten. Sie bewegen sich in verschiedenen Themenfeldern. Es gibt Bausteine zur Erlebnispädagogik, zum Teamtraining, zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung, Klassenlehrerstunden und Anti-Mobbing-Sitzungen.
Dem Thema Mobbing wird ein besonderer Stellenwert eingeräumt. In den Klassen 5 bis 8 wird ausdauernd und kontinuierlich im Bereich der Mobbingprävention gearbeitet. Wir haben und dazu zwei externe Partner ins Haus geholt. In den Klassen 5 und 6 haben sich Eltern zu Mentoren für das „f.ü.r.“-Programm (Freunde üben Rücksicht) ausbilden lassen und führen das Klassentraining dafür durch. „f.ür.“ ist also eine Elterninitiative. Der Klassenlehrer ist bei der Durchführung jedoch immer anwesend.

Das Ziel des Projektes ist es, die Klassengemeinschaft zu stärken und destruktives Verhalten abzubauen. Das Thema soll auf möglichst kreative Art und Weise beleuchtet werden. Es sollen Werte vermittelt werden wie Respekt, Achtung und Nächstenliebe. Dazu gehören:
1. Sensibilisierung für die verschiedenen Gewaltformen (verbal, psychisch, körperlich).
2. Zivilcourage, Entwicklung sozialen Mutes (Achtung der Würde und Überzeugung anderer).
3. Förderung eines positiven Selbstverständnisses (niedriges Selbstwertgefühl schafft Freund / Feindbilder; Toleranz muss man sich leisten können).
4. Umgang mit Wut.
5. Definition der Begriffe Petzen und Streber.

Das „f.ü.r.“-Konzept ist zudem schulartübergreifend angelegt. Bereits in der Grundschule erhalten Altensteiger Kinder eine Schulung (Baustein f.ü.r. 1). Bei uns wird dann der Baustein f.ü.r. 2 durchgeführt.

In den Klassen 7 kommt ein weiterer Baustein mit einem weiteren externen Partner ins Boot. Die Akademie Eigen-Sinn aus Freudenstadt trainiert mit jeder Klasse 4x2 Schulstunden und bietet dafür ihr Konzept des Coolness-Trainings. Die Angebote der sozialen Gruppenarbeiten sollen dazu beitragen, die persönlichen, sozialen und schulischen Kompetenzen der Kinder/Jugendlichen zu fördern und zu entwickeln.
Selbstvertrauen, Entscheidungsfähigkeit, Ich-Stärke, Erziehungsfähigkeit der Eltern, Selbstsicherheit etc. sowie positive soziale Erfahrungen in der Gruppe sollen vermittelt werden, um die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und zu festigen.
In den Gruppen wird durch die Methodik und die Inhalte (handlungs-, erlebnispädagogischer und themenorientierter Ansatz) den Kindern/Jugendlichen eine Lebenshilfe geboten. Ziel ist sie „stark zu machen“ für ihr Leben, damit sie neue und eigene Handlungs- und Konfliktlösungsstrategien und letztlich eine eigene zukunftsfähige Lebensstrategie entwickeln.
Die Inhalte und Ziele werden durch die jeweilige Fachkraft angeleitet und gelenkt,
die pädagogische Betreuung orientiert sich am Förderbedarf der jeweiligen Gruppe und am Interesse und den Bedürfnissen des einzelnen Kindes/Jugendlichen. Auch hier ist der Klassenlehrer immer anwesend und dient als Vermittler zwischen den Experten und seiner Schüler, da er seine Schüler in Bezug auf Entwicklungsstand und Sozialverhalten gut kennt.
Eine Zusammenschau der Bausteine zum sozialen Lernen findet sich in folgendem Schaubild: