Besonderheiten
Poolmodell
Die wichtigste Besonderheit stellt sicherlich unser Poolmodell dar.
Im Frühjahr 2009 entschieden sich Kollegium, Elternvertreter und Schulkonferenz, die gewohnten Lerninseln zugunsten des Poolmodells abzuschaffen.
Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Schulcurriculum. Durch den neuen Bildungsplan können Schulen bis zu einem Drittel der Inhalte ihrer Unterrichtsarbeit selbst gestalten und erhalten so einen größeren Gestaltungsspielraum, um ihr eigenes Profil auszubilden und regionale Besonderheiten, die Arbeit mit außerschulischen Experten und Kooperationen in ihr Schulprofil zu integrieren. Ein weiterer Bestandteil des Modells sind die Themenorientierten Projekte wie TOP SE (Soziales Engagement), WVR (Wirtschaften, Verwalten und Recht) oder BORS (Berufsorientierung Realschule). Sie im Rahmen des Regelunterrichts zu vermitteln, kostete oft sehr viel Unterrichtszeit, die an anderer Stelle fehlte.
Das Poolmodell sieht vor, dass alle Schülerinnen und Schüler jeden Mittwoch von der vierten bis zur sechsten Stunden Pooluntericht haben. Der Inhalt wird jeweils für ein ganzes Schuljahr festgelegt und macht somit eine langfristige Planung möglich.
Musikklasse
Die Friedrich-Boysen-Realschule Altensteig gibt Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 schon seit langem die Möglichkeit, ein Blasinstrument in einer Kleingruppe neu zu erlernen. Die Bläserklasse wird bis Klasse 6 musikalisch ausgebildet und mündet dann in der freiwilligen Teilnahme im Schulorchester. Aber schon von Anfang wird das gemeinsame Musizieren in einer weiteren Musikstunde ermöglicht und gemeinsame Auftritte veranstaltet.
Aufgrund des neuen Angebots einiger Grundschulen, ebenso einen Instrumentalunterricht anzubieten, nimmt der Anteil der Einsteiger an unserer Schule stark ab. Mit dem Schuljahr 2011/2012 haben wir uns deshalb entschieden, das Modell zu einer echten Musikklasse auszubauen. Nun können Schüler auch mit anderen Instrumenten teilnehmen. Das gemeinsame Musizieren steht im Vordergrund.
BORS
Ein weiterer wichtiger Baustein der Realschule ist das Projekt BORS (Berufsorientierung Realschule). Ergänzt und ausgebaut wurde BORS durch eine Berufsinformationsbörse BIBA (Berufsinformationsbörse Altensteig), die im Jahr 2011 zum dritten Mal stattfand. Die große Nachfrage, aber auch die Erfolge der letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass ein ungeheures Interesse an Veranstaltungen dieser Art besteht. Über 50 Aussteller bereicherten die Veranstaltung 2011. Professionelles Personal, motivierte Auszubildende und erfolgreiche Firmenchefs bieten an diesem Tag Informationen und Erfahrungsberichte aus erster Hand über diverse Ausbildungsberufe und weiterführende Bildungsmöglichkeiten. Wie in den vergangenen Jahren stellen sich die unterschiedlichen Betriebe, Schulen und Einrichtungen vor, sodass sicherlich Jeder auf seine Kosten kommen dürfte. Darüber hinaus werden interessierten Jugendlichen Angebote gemacht, wie z.B. ein Bewerbungstraining oder selbständiges handwerkliches Arbeiten unter professioneller Aufsicht.
Bausteine BORS
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Hier finden Si eine Übersicht über die Bausteine der Berufsorientierung an der Friedrich-Boysen-Realschule |
WVR
Schon seit Jahren nimmt das TOP WVR einen besonderen Stellenwert an der Friedrich-Boysen-Realschule ein. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 setzten immer wieder sehr aufwändige Projekte um. So wurde z.B. eine Kollektion von Schulkleidung erarbeitet und verkauft, es wurde ein Heimat- und Kulturpfad im Zinsbachtal angelegt, die Berufsinformationsbörse ins Leben gerufen und jährlich durchgeführt, ein gemeinsamer Schulausflug aller Klassen organisiert, zahlreiche Schülerfirmen gegründet, eine Homepagefirma organisiert, und noch zahlreiche andere Projekte verwirklicht. Der bisherige Höhepunkt wurde sicherlich im Schuljahr 2010/2011 erreicht. Alle vier 8.Klassen haben eine Eventmanagement bzw. Cateringfirma gegründet und betreuten damit zwei herausragende Projekte. Zwei Klassen organisierten die Berufsinformationsbörse in Altensteig, zwei weitere Klassen übernehmen das Management und das Catering für das Musical „Tarzan“.
Comenius
Das Kernfach MUM nimmt seit dem Jahr 2008 an einem COMENIUS-Projekt (lebenslanges Lernen) mit dem Thema Regionale Gerichte und Traditionen im Jahreslauf in Baden-Württemberg und Apulien teil. Aus dieser deutsch-italienischen Kooperation entstand ein bebilderter Kalender mit Gerichten aus der Schwäbischen und Italienischen Küche.
Im Schuljahr 2010/2011 wird das Projekt zum zweiten Mal durchgeführt. Der Kontakt mit der Partnerschule wurde gefestigt und ausgebaut. Dieses Mal dreht sich alles um die Kräuterküche in Apulien und im Schwarzwald.
Musicals
Schon seit Jahren veranstaltet die Schule große Musicals. Alle drei bis vier Jahre wird das Musical zum Projekt für die ganze Schule und fließt in beinahe allen Fächern in die Jahresplanung ein. Zusätzlich erarbeiten jährlich Klassen im Musikunterricht kleinere Singspiele, die ebenfalls sehr hochwertig aufgeführt werden. Die Planungen für das neue Schulprojekt, das Musical Tarzan, sind bereits im letzten Schuljahr angelaufen. Umgesetzt wird dieses Musical auf der erfolgreichen Grundlage des im Jahre 2005 aufgeführten Musicals König der Löwen.
Besonders zu erwähnen ist hier die enge Zusammenarbeit mit der Werkrealschule, die mit ihrem erfolgreichen Schulchor das Musicalprojekt musikalisch unterstützt und bereichert. Ein weiterer Baustein, der zum Gelingen des Projekts beitragen soll, ist sicherlich ebenfalls außergewöhnlich – die professionelle Ausrichtung der Organisation. Die Schauspielgruppe wird von einer eigens engagierten Regisseurin geleitet. Gemeinsam mit einer Lehrkraft, die im Übrigen die komplette schriftliche Vorlage gefertigt hat, leitet sie die Akteure professionell an und trägt maßgeblich zum derzeit guten Entwicklungsstand der Schauspielerinnen und Schauspieler bei. Die Kulissen entstehen unter der Leitung von Wolfram Paul, einem weit über die Grenzen der Region hinaus bekanntem Künstler, der das Bühnenbild bei zahlreichen Schauspielen gestaltet hat. Auch im Bereich „Maske“ hat die Masken-AG professionelle Hilfe erhalten. So hat sie ein hauptberuflicher Maskenbildner beraten und ihnen die grundlegen Handwerkszeuge vermittelt. Die musikalische Umsetzung ruht auf drei Schultern. Die Jugendmusikschule, die auf Honorarbasis das Orchester betreut, die Schulband unter der Leitung einer Lehrkraft und dem Hauptschulchor, der in den letzten Jahren mehrfach als bester Jugendchor von ganz Baden-Württemberg mit dem Chorpreis Deutscher Sprache ausgezeichnet wurde.
Der organisatorische Rahmen wird darüber hinaus komplett von Schülerinnen und Schülern betreut. Im Rahmen des themenorientierten Projekts Wirtschaften, Verwalten und Recht (TOP WVR) der Klassen 8 haben sich zwei Schülerfirmen gegründet, die sich verantwortlich um die Bereiche Eventmanagement und Catering kümmern. Ein ganzes Schuljahr hindurch begleiten und organisieren sie die Großveranstaltung.
Ich denke, dass bei dieser Art der Planung, Entwicklung und Durchführung von einem beispielhaften Kooperationsverhalten gesprochen werden kann. Nicht nur Schauspieler, sondern auch Musiker, Sänger und außerschulische Partner sowie die beiden Schulen wachsen zusammen und lernen sich ganz neu kennen und schätzen. Der überwältigende Erfolg gab dieser Art der Durchführung Recht.
kleine Musicals
Die Idee, mit Fünft- und Sechstklässlern ein Musical einzustudieren, hat sich in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Gründen bewährt.
Ob der Deutsch-, Musik- und Kunstunterricht in der Hand eines einzigen Lehrers liegt oder auf mehrere Kollegen verteilt ist, spielt eigentlich keine Rolle. Mit wenigen Absprachen ist es möglich, den Rahmen der einzelnen Fächer festzustecken und gemeinsam an einer Sache zu arbeiten.
Findet man ein altersgemäßes Singspiel und stellt es den Schülerinnen und Schülern einer Klasse vor, so sind diese schnell fasziniert bei der Sache. Man denkt sich in die Geschichte hinein, tastet die Rollen ab und findet schnell Interessierte.
Die Hauptaufgabe und das Hauptvergnügen ist natürlich das Singen. Schnell werden die Lieder zu Ohrwürmern, ein angeordnetes Auswendiglernen der Texte muss nie eingefordert werden. Die Motivation tut da kleine Wunderwerke.
Das Erstellen von Kulissen und Kostümen erfolgt auf einfachste Weise. Die Ergebnisse sind dennoch sehenswert. Das gemeinsame Tun und Zusammentragen von Ideen stiftet Identitätscharakter. Nicht jeder Schüler findet seine Rolle als „geborener“ Sänger. Willkommen sind auch technische Arbeiten und organisatorisches Geschick, wofür es besonders begabte Schüler gibt. Schlechte Noten am Ende des Projekts gibt es nicht. Es gibt eine gute Klassengemeinschaft und das Gefühl gemeinsam etwas geschafft zu haben, das sich sehen und hören lässt.
In diesem Sinne wurden in den vergangenen Jahren 3 Klassenmusicals mit jeweils mehreren Aufführungen - auch für Grund- und Hauptschulklassen und zukünftige Realschüler - einstudiert und aufgeführt. Die Bläserklasse 6 der Realschule hat bei den beiden ersten Musicals durch ihre musikalische Unterstützung einen besonderen Akzent gesetzt.
Februar 2009 Geisterstunde auf Schloss Eulenstein von Peter Schindler
Februar 2010 Die Götterolympiade von C. und J. Overbeck
(auch eine Delegation von Schulräten aus dem ganzen Bundesland konnte in Bad Wildbad begeistert werden)
Dezember 2010 Großer Stern, was nun? von Peter Schindler






